Ein Paar Pariser Porzellanvasen aus dem 19. Jahrhundert

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Vasenpaar „Hochzeit. Blumen und Gold“

Ein strahlendes Paar Pariser Porzellanvasen, in denen Gold und Blumen in einem ausdrucksstarken Dialog zwischen Form und Licht stehen. Die skulpturale Form und die detailreiche Bildgestaltung vereinen sich zu einem festlichen Bild mit einem vollendeten Dekorationskonzept. Objekte, in denen die Ornamentik zu einer eigenständigen künstlerischen Kraft wird.

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Beschreibung

Vasenpaar „Hochzeit. Blumen und Gold“
Porzellan, polychrome Malerei, Vergoldung.
Frankreich, Paris (Pariser Porzellan), Ende des 19. Jahrhunderts.
Höhe: 27,5 cm.
Zustand: ausgezeichneter Zustand.
Expertenbescheinigung (Dokument verfügbar).

Ein ausdrucksstarkes Vasenpaar, bei dem die dekorative Fülle des Pariser Porzellans des späten 19. Jahrhunderts eine beinahe skulpturale Dimension erreicht und einen hellen und leuchtenden Charakter besitzt.
Die Form öffnet sich nach oben in einer komplexen, wellenförmigen Kontur und erinnert an eine blühende Blume. Die Skulptur lebt von der Bewegung – blütenblattförmige Kanten, erhabene Elemente und fließende Übergänge erzeugen den Eindruck einer lebendigen, sich entfaltenden Form.
Die zentralen Reserven mit floralem Dekor bringen eine malerische Dimension in diese Dynamik ein und bilden einen Kontrast zwischen dem weißen Hintergrund des Porzellans und der reich vergoldeten Umgebung.

Materialien und Dekoration
Das Porzellan der Pariser Porzellantradition manifestiert sich hier in seinem dekorativsten Ausdruck.
Die üppige Vergoldung bedeckt nicht bloß die Oberfläche, sondern strukturiert Relief und Rhythmus des Objekts. Die Ornamentik entfaltet sich als kontinuierlicher Fluss vom Sockel bis zur Oberkante, verstärkt die Vertikalität, verleiht der Silhouette mehr Komplexität und unterstreicht den leuchtenden Charakter des Ganzen.
Die in der Tradition der Miniaturporzellanmalerei gehaltenen Blumenkompositionen zeichnen sich durch sanfte Farbübergänge und eine freie Interpretation der Blütenblätter aus und erwecken so den Eindruck eines lebendigen Blumenstraußes. Vor dem goldenen Hintergrund heben sich diese gemalten Arrangements besonders deutlich ab.

Künstlerischer Kontext
Solche Vasenpaare gehören zur Kategorie der sogenannten „Hochzeits“- oder Präsentationsgegenstände und sind für Empfangsräume bestimmt.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelten Pariser Werkstätten diese Formgebung – komplex, reich verziert, mit dem Ziel, eine visuelle Wirkung und einen bleibenden Eindruck zu erzielen – aktiv weiter. Es handelte sich nicht mehr nur um Gebrauchsgegenstände, sondern um Repräsentationsstücke, die von Handwerkskunst, Geschmack und Status zeugten.
Das Fehlen eines Markennamens entspricht der Praxis vieler Pariser Porzellanhersteller, bei denen der Wert in erster Linie in der künstlerischen Qualität und weniger in einer strikten Identifizierung liegt.

Charakter
Diese Vasen fungieren als eigenständige, dekorative Blickfänge.
Ihre Ausdruckskraft beruht auf einem kontrollierten Kontrast – zwischen der opulenten, fast barocken Vergoldung und der Zartheit der Blumenmalerei, zwischen der plastischen Komplexität der Form und der Klarheit der zentralen Kompositionen.
Objekte, bei denen die Dekoration zur Sprache wird – reichhaltig, leuchtend und strukturiert, charakteristisch für die Pariser Kultur des späten 19. Jahrhunderts.

Auf den zusätzlichen Fotos ist dieses Vasenpaar zusammen mit einer antiken Pariser Porzellan-Jardinière (Los 4991) abgebildet. Dies ist ein seltenes Beispiel dafür, wie zeitlich getrennte Objekte wieder zusammenfinden und ein bemerkenswert harmonisches Ensemble bilden.

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