Ein Paar großer Pariser Porzellanvasen – Mitte des 19. Jahrhunderts
1 250,00 €
Paar große Vasen „Blumen des Pariser Gartens“
Ausdrucksstarkes Beispiel für Pariser Porzellan aus der Zeit Napoleons III. – einer berühmten Dekorationstradition der Pariser Werkstätten, in der die Blumenmalerei zu den wichtigsten Themen des Porzellans zählt.
- Beschreibung
Beschreibung
Zwei große Vasen „Blumen aus dem Pariser Garten“
Porzellan, Glasurmalerei, Kobaltgrund, Vergoldung.
Pariser Porzellan. Paris, Mitte des 19. Jahrhunderts.
Höhe: 36 cm.
Zustand: gut; die Vergoldung weist teilweise Gebrauchsspuren auf.
Merkmale: handschriftliche Anmerkung unter dem Sockel.
Zuschreibung durch das Auktionshaus; Dokumentation vorhanden.
Dekoratives Pariser Porzellan aus der Mitte des 19. Jahrhunderts
Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Paris eines der wichtigsten Zentren für die Herstellung von Kunstporzellan in Frankreich. Neben den großen Manufakturen produzierten zahlreiche Pariser Werkstätten diese besondere Art von Dekorationsobjekten, die heute als … bekannt sind. Pariser Porzellan.
Diese Werkstätten stellten vorwiegend Stücke für städtische Wohnräume her – Vasen, Übertöpfe, Kaminsimsdekorationen und dekorative Wohnzimmergegenstände. In diesem Kontext entwickelte sich ein charakteristischer Pariser Stil: elegante Formen, reichhaltige Verzierungen und eine starke visuelle Präsenz im Innenraum.
Aufgrund ihrer Proportionen, ihrer schlanken Form und ihrer reichen Verzierung gehören diese großen Vasen zu den Kaminvasen, die dazu bestimmt waren, die Kaminsimse von Pariser Salons oder die Anrichten zu schmücken – einer der wichtigsten dekorativen Punkte des Interieurs, wo paarweise angeordnete Objekte ein symmetrisches Ensemble zu beiden Seiten einer Uhr oder eines Spiegels bildeten.
Vasen dieses Typs wurden in Werkstätten hergestellt, in denen ein Großteil der Arbeit handwerklich blieb, was den bemalten Verzierungen eine gewisse Individualität und leichte Unterschiede in der Ausführung verleiht.
Dekoratives Programm
Die Vasenkörper sind mit einem tiefen, wolkigen Kobaltblau überzogen, das sich durch subtile Tonwertvariationen auszeichnet. Dieser Effekt, der durch das manuelle Auftragen des Pigments vor dem Brennen erzielt wird, erzeugt eine lebendige Oberfläche mit weichen Übergängen, typisch für Pariser Porzellan der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Vor diesem eindrucksvollen Hintergrund entfaltet sich ein prachtvoller, vergoldeter Dekor aus Rokokorankörnchen, Kartuschen und zarten Pflanzenmotiven. Der Kontrast zwischen dem tiefen Kobaltblau und dem Glanz der Vergoldung unterstreicht den dekorativen Reichtum des Ganzen und erklärt die visuelle Wirkung dieser Objekte im Innenraum.
Im Zentrum der Vasen befinden sich große, ovale Vertiefungen mit gemalten Blumenarrangements. Die Sträuße vereinen Blumen verschiedener Jahreszeiten – Rosen, Prunkwinden, Tulpen, Iris und Anemonen –, deren geschmeidige, bildhafte Darstellung an einen lebendigen Blumenstrauß erinnert, als wäre er direkt aus Pariser Gärten auf das Porzellan übertragen worden.
Die Reserven sind von einem zarten, perlenbesetzten Goldrand eingefasst, einem dekorativen Detail, das für Pariser Porzellan aus der Mitte des 19. Jahrhunderts charakteristisch ist.
Der Verband des Kobaltfonds wolkig blauBemalte Blumenfelder und eine reichhaltige, vergoldete Rocaille-Verzierung bilden eine besonders repräsentative Dekorationsformel für die Pariser Porzellan der damaligen Zeit.
Die Pariser Tradition dekorativer Paare
Die auf den Vasen abgebildeten Blumensträuße sind nicht streng identisch: Obwohl eine dekorative Einheitlichkeit besteht, hat jede Komposition ihren eigenen Rhythmus und ihre eigene Bildgestaltung.
Diese „lebendige Gleichwertigkeit“ ist eines der Merkmale der Pariser Dekoration Mitte des 19. Jahrhunderts. In diesen Ensembles waren die Vasen nicht als einfache symmetrische Kopien konzipiert, sondern als zwei harmonische Variationen desselben Dekorationsthemas.
Künstlerisches Interesse
Dieses Vasenpaar ist ein besonders ausdrucksstarkes Beispiel für Pariser Zierporzellan aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, bei dem die Feinheit der Blumenmalerei, der farbliche Reichtum und die raffinierte Ornamentik zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen.





































