Sitzendorfer Porzellanstatuetten

190,00 €

Zwei Statuetten „Wir lieben beide Vögel, aber auf unterschiedliche Weise“

Diese Genreszene aus Sitzendorfer Porzellan stellt die Zärtlichkeit einer jungen Frau für ihren Kanarienvogel subtil dem Blick eines Jägers auf die Vogelwelt gegenüber. Eine Komposition, in der sich subtiler Humor mit scharfsinniger Charakterbeobachtung verbindet.

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Beschreibung

Zwei Statuetten „Wir lieben beide Vögel, aber auf unterschiedliche Weise“

Porzellan, polychrome Dekoration.

Deutschland, hergestellt in Sitzendorf.

Spätes 19. – frühes 20. Jahrhundert.

Höhe: 14 cm.

Zustand: sehr guter Zustand.

Expertise im Bereich der Quellenangabe (Dokument verfügbar).

Die Porzellanmanufaktur Sitzendorf nimmt einen besonderen Platz in der Geschichte der deutschen dekorativen Bildhauerei ein. Gegründet in Thüringen, zeichnete sie sich durch ihre Genrefiguren aus, die von der Rokokotradition inspiriert waren und Szenen aus dem Alltag darstellten. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erfreuten sich diese Kompositionen großer Beliebtheit und trugen zum Aufstieg des europäischen Dekorporzellans bei.

Anders als gegenständliche Statuen für repräsentative Wohnhäuser legen die Werke Sitzendorfs oft Wert auf Erzählung, Beobachtung und den Charakter der Figuren. Die Künstler streben danach, menschliche Beziehungen, soziale Gepflogenheiten und kleine Episoden des Alltags durch lebendige und ausdrucksstarke Kompositionen zu vermitteln.

Das Thema dieser Paarung beruht auf einem subtilen Kontrast. Eine junge Frau beschützt ihren Kanarienvogel sorgsam im Käfig, ein Symbol für liebevolle Verbundenheit mit der Natur und häusliche Geborgenheit. Ihr gegenüber pflegt der Jäger eine andere Beziehung zur Vogelwelt, die mit Jagdtraditionen und der Erholung in der Natur verbunden ist. Dieser Gegensatz verleiht der Szene ihre volle Bedeutung und verdeutlicht den Titel des Werkes: Beide Figuren lieben Vögel, aber auf unterschiedliche Weise.

Die präzise Modellierung der Figuren, die Liebe zum Detail in Gestik und Kostümen sowie die feine Polychromie zeugen von der Expertise der Sitzendorfer Werkstätten. Trotz ihrer bescheidenen Größe besitzen die Statuetten eine starke Erzählkraft und einen großen Ausdrucksreichtum.

Dieses Paar ist ein charakteristisches Beispiel deutscher Genreporzellankunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Aus einem scheinbar einfachen Motiv heraus schafft der Künstler eine charaktervolle Szene, in der Humor, Beobachtungsgabe und Detailgenauigkeit zusammenfließen.

 

Porzellan

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