Ein Paar Limoges-Dubois-Teller
340,00 €
Dekorative Teller „Rebhuhn im Weizenfeld“ und „Fasane und Brombeeren“
Ein Ausdruck des französischen Geschmacks für eine idealisierte Natur im frühen 20. Jahrhundert, bei dem Limoges-Porzellan zum Medium für ein wahres Dekorationswerk wird, das von der Landschaft, den Jahreszeiten und der ländlichen Kultur inspiriert ist.
- Beschreibung
Beschreibung
Dekorative Teller „Rebhuhn im Weizenfeld“ und „Fasane und Brombeeren“
Porzellan, handbemalt, vergoldet
Limoges, Frankreich
Dubois-Fabrik
Debüt du XXe siècle
Durchmesser: 29,5 cm
Zustand: Ausgezeichneter Zustand
Nachgewiesene Fachkenntnisse (Dokument verfügbar)
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwachte in der französischen dekorativen Kunst ein besonderes Interesse an der Natur. Nach Jahrzehnten, die von historischen Stilen und komplexen Ornamenten geprägt waren, wandten sich Künstler zunehmend der französischen Landschaft, der Tierwelt und dem ländlichen Raum zu, um Bildmotive zu finden, die Harmonie, Fülle und Ausgewogenheit vermitteln konnten. In diesem kulturellen Kontext entstanden die Kreationen des Limoges-Porzellans.
Es handelt sich hierbei nicht einfach um Serviergeschirr, sondern um dekorative Kompositionen, in denen das Porzellan selbst zur Bildfläche wird. Der Künstler nutzt die runde Form des Tellers als Raum für ein eigenständiges Bild, während der vergoldete Rand als Rahmen dient und den eigentlichen Wert der zentralen Komposition hervorhebt.
Die Wahl von Rebhühnern und Fasanen ist kein Zufall. In der französischen Kunstkultur werden diese Vögel mit der ländlichen Landschaft, der Jagdtradition und dem jahreszeitlichen Rhythmus der Natur assoziiert. Solche Motive waren daher bei der wohlhabenden Bourgeoisie und den Besitzern von Landgütern sehr beliebt, für die die dekorativen Künste ein Ausdruck der Verbundenheit mit Land, Natur und Kultur der französischen Provinzen darstellten.
Der Reiz dieses Sets liegt auch in der Kombination aus Limoges-Porzellan und vollständig handgemalten Details. Damals bemühten sich viele Hersteller, die Porzellanmalerei der Tafelmalerei anzunähern und legten dabei besonderen Wert auf Atmosphäre, Licht und Raumtiefe. Diese Teller wurden daher nicht als Massenware, sondern als individuelle Dekorationsobjekte wahrgenommen, die das gemeinsame Können von Maler und Dekorateur erforderten.
Die Manufaktur Dubois gehört zu jenen Herstellern, die Limoges' Ruf als eines der bedeutendsten europäischen Zentren für künstlerisches Porzellan bewahrt haben. Ihre Kreationen zeugen von einer Ära, in der die dekorativen Künste die technische Perfektion des Materials mit einer poetischen Naturvision zu vereinen suchten.
Dieses Paar ist heute nicht nur wegen der Qualität seiner Ausführung von Interesse, sondern auch als charakteristisches Zeugnis des französischen Geschmacks der Belle Époque und der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts, als selbst dekorative Gegenstände als vollendete Kunstwerke betrachtet wurden, die über ihre utilitaristische Funktion hinaus existieren konnten.
Weitere Informationen zur Porzellanmanufaktur Royal Dux in Böhmen – über den folgenden Link:
https://fr.wikipedia.org/wiki/Porcelaine_de_Limoges



























